Einen Wal, bitte!

Hurra, es gibt ein neues spannendes Projekt!

An der FernUniversität in Hagen wird im März kommenden Jahres gewählt. Unter anderem sollen die Studierenden über die Zusammensetzung des Studierendenparlaments abstimmen. Politische Wahlen sind das zentrale Mittel einer Demokratie mit dem eine Personengruppe ihren Willen äußern und Vertreter bestellen kann. Sie geben den Amtsinhabern erst ihr Legitimität. Und dennoch wird regelmäßig um eine vernünftige Wahlbeteiligung gerungen. Insbesondere bei den Wahlen zum Studierendenparlament oder den Fachschaftsräten einer Hochschule ist die Beteiligung in der Regel sehr übersichtlicher. Bei den letzten Wahlen an der FernUniversität in Hagen haben nur ~11% der Wahlberechtigten ihr Stimmrecht wahrgenommen.

Ein ausschlaggebender Grund ist wahrscheinlich die schwierige Bewertung der Kandidierenden. Studierende kennen die Namen auf den Listen in der Regel nicht, und haben wahrscheinlich zu viel zu tun, als dass sie den vielen Kandidadierenden hinterherforschen könnten. Verständlich! 2014 traten immerhin fast 150 Kandidierende für die begehrten Sitze im Studierendenparlament an.

Auf der Suche nach einer Lösung für dieses Problem möchte der AStA der FernUniversität in Hagen ein technisches Hilfsmittel entwickeln lassen, dass den Abgleich der individuellen Position mit denen der Kandidierenden ermöglicht. Sie wollen also einen eigenen Wahl-O-Mat… (Wir von der Küste aasen nicht so mit den Wörtern)

Logo von unserem DeinWal Projekt
Logo von unserem DeinWal Projekt

In dem Zuge ist der AStA an Tom und mich herangetreten, da wir mit DeinWal schon gezeigt haben, dass wir so etwas auf jeden Fall umsetzen können. Nicht nur an uns, sondern auch an Entwickler anderer Wahlentscheidungshilfen: Alle konnten sich mit einem Konzept und einem Angebot auf das Projekt bewerben. Nach einer Ausschreibungsphase wurden die Konzepte begutachtet, und scheinbar konnte ich mich durchsetzten. Und nun freue ich mich sehr, dass ich das spannende Projekt umsetzen darf! :)

Aus DeinWal habe ich schon gelernt, wie viel Auslegungssache Politik sein kann. Mein Horizont ist aber natürlich nur beschränkt und ich kann mich einiger Vorurteile leider nicht freisprechen (auch wenn ich mir das ungern eingestehe). Daher freue ich mich, dass ich für das Projekt eine kleine Crew motivieren konnte. Die Kernteam besteht aus 2 Mitarbeitern:

  • Sophie Flack ist eine Politikwissenschaftlerin, die sich nicht nur auf Parteienforschung spezialisiert hat, sondern auch eine außergewöhnlich internationale Perspektive mitbringt. Sophie hat beispielsweise in Deutschland, den Niederlanden, und Spanien studiert und zuletzt im chilenischen Generalkonsulat gearbeitet.
  • Martin Peters hat als DevOps Engineer und Software Entwickler ein beeindruckendes Gespür für Webanwendungen. Er arbeitet hauptberuflich für ein Unternehmen in der Maritimen Logistik und Tracking Industrie. Sein Fokus liegt auf der Entwicklung moderner Webanwendungen, Optimierung der Entwicklunsabläufe und Analyse von Stromdaten. Mit Martin habe ich in der Vergangenheit schon einige coole Projekte realisieren können.

Außerdem werden uns ein paar Helfer bei Bedarf unterstützen:

  • Für den Schutz eurer personenbezogenen Daten haben wir uns mit dem Datenschutzbedenkenträger Benjamin Winter kompetente Unterstützung in das Team geholt. Er hilft uns die Stolpersteine bei dem Thema zu finden und aus dem Weg zu räumen.
  • Der Mathematiker und Datenwissenschaftler Saptarshi Bej von der Universität Rostock passt auf, dass wir bei den Berechnungsvorschriften keine Fehler machen.
  • Zu guter Letzt steht uns Tom Theile auch für Diskussionen zur Verfügung. Aus privaten Gründen kann er leider nur am Rande dabei sein..

Da das Konzept von DeinWal ein bisschen anders (und ganz besonders) ist, haben wir uns entschieden die neue Plattform anders zu nennen. Wir haben schon ein paar lustige Ideen im Rennen, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Ein bisschen Wal wird bestimmt dabei sein, mehr wird jetzt aber noch nicht verraten! :)

Die Verträge sind jedenfalls alle Sack und Tüten, und wir sind hoch motiviert ein Werkzeug zu entwickeln, das den Studierenden der FernUniversität in Hagen bei der Entscheidung der kommenden Wahl unterstützen wird. Wir möchten insbesondere auch zeigen, dass diese “technischen Hilfsmittel” datenschutzfreundlich und barrierefrei umgesetzt werden können, dabei aber keineswegs langweilig sein müssen. Ich bin gespannt, wie viel Innovation wir einbauen können, ohne dass das Tool an Fokus und Klarheit verliert!

Also, Wa(h)l Ahoi!