Der erste Auftritt des Wahlberaters

Screenshot des Artikels über den WahlBerater im SprachRohr
Screenshot des Artikels über den WahlBerater im SprachRohr

Vom WahlBerater habe ich ja schon geschrieben. Jetzt ist er das erste mal außerhalb meines Ereignishorizonts in Erscheinung getreten. Ein kurzer Artikel im SprachRohr widmet sich auf Seite 42(!) dem Projekt, siehe Screenshot. Das SprachRohr ist die Zeitschrift der Studierendenschaft der FernUniversität in Hagen, für die wir ja aktuell den WahlBerater entwickeln. In dem Artikel erzählen wir kurz etwas zum Projekt und rufen vor allem dazu auf Thesen einzureichen.

Ich habe mein Team explizit so gewählt, dass niemand in einer Partei oder parteinahen Verbindung ist und keiner von uns an der FernUniversität in Hagen studiert oder studiert hat. Damit sind wir weitestgehend unabhängig, wissen aber eben auch nicht viel über die Situation der Studierenden an der Hochschule, die offensichtlich außergewöhnlich ist: (i) die Studierenden wohnen selten direkt am Universitätsstandort, sondern sind weltweit verteilt; (ii) außerdem studieren viele gar nicht Vollzeit, sondern haben eigentlich einen teils ausfüllenden Beruf; (iii) andere sind schon längst aus dem berufspflichtigen Alter raus und wollen sich jetzt einfach nochmal weiterbilden; (iv) oder so ähnlich (v) und so weiter…

Jedenfalls sind wir darauf angewiesen, dass die Studierenden uns ihre Sicht auf die Dinge schildern. Wo sehen sie Probleme oder Potential? Was sollte sich unbedingt ändern? Und so weiter… Ok. Natürlich sind wir nicht darauf angewiesen, sondern haben auch Pläne B und C, aber Thesen aus der Perspektive von den Studierenden sind potentiell wesentlich wertvoller!

Um die Thesen zu sammeln habe ich eine LimeSurvey-Instanz aufgesetzt und eine Umfrage erstellt in der Teilnehmer:innen bis zu 6 Thesen auf einmal vorschlagen können. Warum 6? Wissen wir auch nicht. Reiner Kompromiss zwischen zu viel und zu wenig.. ;-)

LimeSurvey ist echt spannend! Es bietet die Möglichkeit eine ganze Menge Logik in eine Umfrage zu implementieren, zum Beispiel frage nur nach der Mailadresse, wenn Verlosung angeklickt ist oder frage nur nach These 4, wenn These 3 ausgefüllt wurde. Damit können Teilnehmende einfach zwischendrin die Umfrage abschließen indem sie eine These leer lassen. LimeSurvey ist aber auch in anderer Hinsicht aufregend, denn es ändert gefühlt-nichtdeterministisch unterschiedlichste Eigenschaften einer Umfrage. Beispielsweise kann es vorkommen, dass mit dem Klick auf veröffentlichen plötzlich ein einzeiliges Textfeld zu einer mehrzeiligen Textbox wird, oder dass plötzlich Abhängigkeiten zwischen den Feldern verloren gehen, wenn man eine weitere Frage hinzufügt. Die IT-affinen unter euch verstehen sicher was das für eine Katastrophe ist!? Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Werkzeug empfehlen kann oder es überhaupt selbst nochmal einsetzen werde – abgesehen von den Aussetzern ist es ja eigentlich wirklich sehr komfortabel, bereitet halt nur die eine oder andere schlaflose Nacht… Wenn ihr eine bessere Alternative kennt: Raus mit der Sprache!

Nebenbei sind jedenfalls weiter fleißig am Entwickeln und Organisieren. Vielleicht leakt ja in Kürze mal ein Screenshot… ;-)